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Texte

 

18. September 2026

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„Keine Zeit für meinen Körper“

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Seit meinem 6. Lebensjahr treibe ich Sport.

Angefangen hat es zu Hause. Mein Vater war Boxer und Schläger. Im Wohnzimmer lagen Gewichte herum, und mein drei Jahre älterer Bruder hat mir ebenfalls vorgelebt, was es bedeutet, körperlich aktiv zu sein.

Mit etwa neun Jahren kam ich zum Fußball. Das hat allerdings nicht lange gedauert. Es war mir zu langweilig. Auch das anschließende Bodenturnen konnte mich nicht fesseln.

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Mit ungefähr 14 bin ich das erste Mal in ein Sportstudio gegangen – und war spontan verliebt.

Die Gewichte hatten es mir angetan. Vielleicht auch deshalb, weil mein Bruder hier wieder seine Hände im Spiel hatte. Er war ein Vorbild.

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Doch nur Muskeln aufzubauen und stärker zu werden, war mir irgendwann zu einfach. Also bin ich zwischendurch beim Shotokan-Karate, Thaiboxen und Wing Tsun gelandet. Eine On-off-Beziehung.

Mit 40 kam dann das chinesische Schwertkampftraining „Pakua“ dazu.

Und natürlich immer wieder Laufen. Seit 2012 auch Yoga.

Das tägliche Training genieße ich bis heute. Oft fühlt es sich an wie ein kleines Erwachen. Manchmal fast wie ein kleiner Tod – und genau darin liegt etwas unfassbar Entspannendes.

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Warum schreibe ich das hier?

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Wegen der echten jahrzehntelangen Erfahrung.

Wegen der damit verbundenen Disziplin.

Und wegen der logischen Konsequenz, die daraus entstanden ist und die heute gar nichts mehr mit meinem Willen zu tun hat.

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Der übrigens sowieso nicht frei ist.

Aber dieses Thema hat hier und jetzt nichts verloren.

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Die Konditionierung, meinen Körper extrem fit zu halten, hat einen Hintergrund.

So wie all unsere heutigen Handlungen – und Nicht-Handlungen – einen Ausgangspunkt haben. Einen Schlüsselmoment. Etwas, das uns geprägt hat und von dort aus unser weiteres Verhalten beeinflusst.

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Und genau hier wird es interessant.

Nur ins Fitnessstudio zu gehen, um Muskeln aufzubauen, ist es nicht.

Jeden Tag zehn Kilometer zu joggen und alle anderen Muskeln und Disziplinen außer Acht zu lassen, ist es auch nicht.

Dreimal pro Woche fünfzig Kilometer auf dem Fahrrad zu sitzen, ist es ebenfalls nicht.

Und nur Yoga zu machen, ohne den Körper auch anderweitig zu fordern, ist es genauso wenig.

Alles Extreme, alles Isolierte, hat Nebenwirkungen.

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Denn ganz gleich, wie intensiv ich eine einzelne Disziplin betreibe: Die Grundlage dafür, Sport langfristig gesund und mit Freude zu betreiben, gilt für alle.

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Atmung, Ernährung, Schlaf, Bewegung und Gedanken sind nicht voneinander getrennt.

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Hier liegt ein Schlüssel.

Nicht in der Optimierung eines einzelnen Bereichs, sondern darin, den gesamten Organismus zu betrachten.

Wenn du also heute den Wunsch hast, deinen Körper zu verändern – egal in welcher Form – ihn aber nicht umgesetzt bekommst, weil du keine Zeit oder keine Lust hast, dann ist es interessant zu verstehen, warum das so ist.

Natürlich ist ein erster Schritt immer ein guter Anfang.

Doch was passiert, wenn dieser Anfang bereits ein Ende in sich trägt?

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Wenn ich eigentlich etwas verändern möchte, aber innerlich noch gar nicht bereit bin, mich von meinen alten Verhaltensmustern zu lösen?

Wenn meine Muster stärker sind als meine ehrliche Absicht?

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Dann scheitert Veränderung nicht unbedingt an fehlender Disziplin.

Vielleicht liegt die Ursache viel tiefer.

Kein Problem. Dann bin ich da, dich zu erinnern.

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Denn solange die Wurzel nicht wirklich entdeckt, beobachtet und – vielleicht – aufgelöst wird, ist eine langfristige Veränderung des Verhaltens schwierig.

Das kennen wir alle.

Nicht nur beim Sport.

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Doch wenn wir radikal ehrlich mit uns selbst sind, passiert etwas Entscheidendes:

Wir hören auf, uns Geschichten zu erzählen.

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Und dieser Körper-Geist-Organismus bekommt unmittelbar mit, wenn wir nicht mehr gegen uns selbst arbeiten.

Dann kann etwas entstehen, das vorher vielleicht nicht möglich war:

Offenheit für Veränderung.
Offenheit für etwas Neues.

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"Unser Körper kann nicht lügen"

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16. September 2026

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„Das macht doch alles keinen Sinn“

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Es passiert nicht selten, dass mir Menschen begegnen, die in ihrem Handeln keinen Sinn mehr finden. Meistens betrifft es die Arbeit.

Sie fühlen sich schon lange nicht mehr verbunden. Erleben keine Freude mehr. Und die Motivation aufzustehen, um diesen Kreislauf weiter am Leben zu halten, ist längst verschwunden.

Dann kommt die Sinnfrage.

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Warum und wozu das alles?

Nur fürs Geld?
Für die Anerkennung?
Für mein Ansehen in der Gesellschaft?
Um die Rechnungen zu bezahlen?

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Glaubt man den Statistiken, ist die Zahl der Menschen, die mit ihrem Arbeitsplatz unzufrieden sind, mittlerweile sehr hoch. Und trotzdem wird jeden Morgen aufgestanden. Solange unser Organismus es zulässt. Man rennt zur Arbeit. Geht schaffen.

Es ist nichts Neues, dass zwischen Berufung und Arbeit ein großer Unterschied liegt.

Berufung ist das, was uns wirklich liegt. Wofür wir vielleicht sogar ein Talent, eine natürliche Veranlagung haben. Etwas, das uns leicht von der Hand geht. Das wir gerne tun. Auch in der Wiederholung.

Wie ein Hobby, das wir freiwillig und am liebsten täglich praktizieren.

Arbeit hingegen bedeutet für die meisten das, was am Ende des Monats Geld aufs Konto bringt.

Und daran ist zunächst nichts falsch.

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Doch wenn wir langfristig Dinge tun, die uns Energie kosten, brennen wir irgendwann aus.

Man muss kein Künstler sein, der ohne Inspiration nicht mehr leben mag. Doch wenn keine Kreativität mehr stattfindet, bewegen wir uns vielleicht am unteren Ende dessen, was unser Leben an Erfahrung überhaupt bereithält.

Und weil wir viele Stunden mit unserer täglichen Arbeit verbringen, bleibt für die Freude irgendwann nicht mehr viel übrig.

Es gibt Methoden, die sagen, man solle beginnen, alles zu lieben. Auch dann, wenn uns die Arbeit noch so schwerfällt.

Das ist, auf den ersten Blick, tatsächlich eine interessante Anwendung.

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Wenn ich mantraartig versuche, alles zu lieben, auch wenn ich es noch nicht lieben kann, verändert sich immerhin mein Denken. Eine mentale Einstellung, die meinen Zellen vermutlich besser gefällt, als mich jeden Tag aufs Neue zu fragen, warum das alles so sinnlos erscheint.

Es gibt viele solcher Methoden, um dieses tägliche Hamsterrad erträglicher zu machen. Vielleicht sogar, um wieder mehr Freude zu empfinden.

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Was aber, wenn das eigentliche Hindernis woanders liegt?

Was, wenn es eine unentdeckte Angst ist, die mich davon abhält, meiner täglichen Arbeit den Rücken zu kehren?

Eine Angst, die mir auf unterschiedlichste Weise verkauft, dass ich lieber so weitermachen sollte, als tatsächlich etwas zu verändern?

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Dann wäre es vielleicht an der Zeit, diese Angst nicht länger zu umgehen.

Nicht sie wegzumachen.

Nicht sie zu bekämpfen.

Nicht sie unbedingt verstehen zu müssen.

Sondern sie einzuladen.

Um zu sehen, was von ihr übrig bleibt.

Denn es gibt keinen einzigen Weg, diese Angst dauerhaft zu umgehen.

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Ablenkung gibt es genug.

Seminare. Bücher. Veranstaltungen. Retreats, die echte Veränderung versprechen.

Doch vielleicht kennst du genau das bereits.

Du hast schon einiges ausprobiert. Nach außen hat sich vielleicht sogar etwas verändert. Doch in der Tiefe, im Innern, ist es noch immer nicht wirklich stabil.

Dann bleib an diesem Impuls.

Innere Stabilität ist der Zustand, in dem diese illusionäre Angst keinen Halt mehr findet.

Sie wird gesehen. Untersucht. Und verliert dadurch ihre vermeintliche Grundlage.

Und plötzlich kann etwas sichtbar werden, das vorher von all dem Lärm überlagert war:

die eigene Berufung.

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Heute Morgen habe ich ein wunderbares Video gesehen.

Es zeigte nicht unmittelbar diese Angst oder diesen Hinderungsgrund. Und doch wurde mir dabei etwas sehr deutlich:

Die Natur versucht nicht, die Dunkelheit zu vermeiden.

Sie braucht sie.

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Wachstum geschieht nicht nur im Licht. Manches entsteht gerade dort, wo wir noch nichts sehen können.

Vielleicht ist es mit uns Menschen nicht so anders.

Vielleicht müssen wir nicht immer schneller ins Licht.

Vielleicht müssen wir manchmal den Mut haben, in die Dunkelheit zu schauen.

Und vielleicht liegt genau dort das, wonach wir so lange gesucht haben.

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Innere Stabilität.
Klarheit.
Und irgendwann die Freiheit, das eigene Leben wirklich zu leben.

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https://www.instagram.com/reel/Dc-MrSwRqNw/?utm_source=ig_web_copy_link&stkn=MzRlODBiNWFlZA==

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Die Frage ist nicht: „Was kann ich tun?“
sondern: „Was geschieht gerade – im Körper, im Geist?“

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Caimari, Mallorca

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